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  • Nahaufnahme: Frau bearbeitet eine schriftliche Aufgabe.

Wir möchten, dass Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sowie anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Bayern eine neue Heimat finden. Dafür müssen sie Deutsch lernen, sich für den Arbeitsmarkt qualifizieren, Verantwortung übernehmen und sich in die Gesellschaft integrieren. Die staatliche Unterstützung ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Sprache ist der Schlüssel zur Integration

Gutes Ankommen

Wer in Deutschland und Bayern eine neue Heimat finden möchte, muss Deutsch lernen. Die Landessprache zu beherrschen ist sehr wichtig für eine gelingende Integration. Nur wenn Zuwanderinnen und Zuwanderer Deutsch sprechen, können sie erfolgreich sein in Schule, Ausbildung und Beruf. Und nur mit einer gemeinsamen Sprache klappt das Miteinander in allen Lebensbereichen. Die Menschen sollen sich gut verständigen können. Kinder lernen eine zweite Sprache in der Regel viel leichter als Erwachsene. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung kann Ihrem Kind helfen, spielerisch Deutsch zu lernen, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen und sich grundlegende Fähigkeiten für die Schule zu erwerben. Angebote der frühkindlichen Bildung sind eine große Chance für ein gutes Ankommen, für die Entwicklung Ihres Kindes und für die spätere Schullaufbahn.

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Integrationskurs als Bildungschance

Bayern setzt auf Integration durch Bildung und Arbeit. Zugewanderte, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, nicht ausreichend Deutsch sprechen und in Deutschland keine Schule oder Berufsschule besuchen, haben das Recht und die Pflicht, an einem Integrationskurs teilzunehmen. Der Kurs besteht in der Regel aus 600 Stunden Deutschunterricht und 100 Stunden Orientierungskurs. Er vermittelt Gesetze und Regeln des Zusammenlebens in Deutschland. Um an einem Integrationskurs in Ihrer Nähe teilnehmen zu können, müssen Sie einen Antrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausfüllen. Der Deutschkurs endet mit einer Prüfung für das mittlere Sprachniveau B1. Alle, die erfolgreich teilnehmen, erhalten ein Abschlusszertifikat.

Weitere Informationen zum Thema „Integrationskurs“ finden Sie hier: zum Lexikon

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Fit für den bayerischen Arbeitsmarkt

Die Integration am Arbeitsmarkt ist wichtig und notwendig. Wir wollen, dass die Menschen ihr Leben selbst finanzieren. Die Bayerische Staatsregierung hat daher mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ unterzeichnet. Ziel war, bis Ende 2016 20.000 Flüchtlingen ein Praktikum, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz anzubieten. Bis zum Herbst 2016 wurde das erste Teilziel nicht nur erreicht, die Vermittlungen waren nahezu doppelt so hoch. Es wurden knapp 40.000 Flüchtlinge in Praktika, Ausbildung und Arbeit vermittelt. Bis Ende 2019 sollen 60.000 Menschen in Arbeit integriert werden.

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Chancen nutzen

Daneben gibt es in Bayern viele weitere Bildungsangebote unterschiedlicher Einrichtungen. Menschen, die nicht oder nicht ausreichend lesen und schreiben können, sollten z. B. einen Alphabetisierungskurs besuchen. Junge Erwachsene können sich in Förderklassen an Berufsschulen weiterbilden. Für Zuwanderinnen und Zuwanderer mit abgeschlossener Berufsausbildung gibt es eine Reihe von Fortbildungen, die sie fit für den bayerischen Arbeitsmarkt machen. Ergreifen Sie Ihre Chance und qualifizieren Sie sich weiter. Sie können nur gewinnen!

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Unterrichtssituation: junge Migrantinnen und Migranten in einem Klassenzimmer.
Flüchtlinge sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber werden bei der Integration unterstützt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie ihre Pflichten erfüllen und die deutsche Sprache lernen.

Fördern und Fordern

Wir wollen, dass Sie sich bei uns zu Hause fühlen, mit der einheimischen Bevölkerung gut auskommen und sich ein eigenes Leben aufbauen. Darum ist es wichtig, die Regeln zu verstehen, die hier alle einhalten müssen. Jeder Mensch, der hier lebt, hat Rechte und Pflichten.

Für alle Bürgerinnen und Bürger gilt darum der Grundsatz des „Förderns und Forderns“. Gleichzeitig ist „Fördern und Fordern“ die wichtigste Grundregel der bayerischen Integrationspolitik. Es bedeutet: Die Gesellschaft hilft Flüchtlingen sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerbern und fordert gleichzeitig, dass sie ihre Pflichten erfüllen und sich selbst aktiv integrieren.

Bayern fördert Integration

Als anerkannter Flüchtling oder Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive werden Sie dabei unterstützt, in Bayern gut anzukommen, die deutsche Sprache zu lernen, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz sowie nach Ihrer Anerkennung eine Wohnung zu finden und an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie erhalten von uns Hilfe zur Selbsthilfe.

Bayern fordert Integration

Alle Menschen müssen Recht und Gesetz einhalten, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und unsere Werte anerkennen. Die bayerische Gesellschaft funktioniert nach bestimmten Regeln. Menschen, die neu hinzukommen, müssen sich genauso daran halten wie Menschen, die schon immer oder seit Generationen in Bayern leben. Menschen, die neu nach Bayern kommen, müssen sich außerdem bemühen, Deutsch zu lernen.

Das Bayerische Integrationsgesetz

Das Bayerische Integrationsgesetz (BayIntG) ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Mit diesem geben wir der Integration Ziel und Richtung. Das BayIntG beinhaltet den Grundsatz des Förderns und Forderns sowie klare Regeln für ein gutes Miteinander. Menschen, die nach Bayern kommen, müssen alle bindenden Forderungen der hier gültigen Rechts- und Werteordnung akzeptieren, mittragen und als den für sie nun geltenden Maßstab annehmen. Zugewanderte, die sich dauerhaft berechtigt in Bayern aufhalten, sollen die deutsche Sprache und unsere Leitkultur kennen und schätzen lernen und ihrerseits Akzeptanz und Toleranz erfahren.

Im Rahmen der so beschriebenen Integration haben für Migrantinnen und Migranten in allen Altersstufen die Vermittlung unserer Werte, das Erlernen der deutschen Sprache sowie das Ergreifen von Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitschancen größte Bedeutung.

Das Bayerische Integrationsgesetz begreift Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es sind alle gefordert, sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Institutionen. Das Gesetz hebt beispielsweise die wichtige Rolle der Kommunen in Bayern hervor und benennt die bayerische Wirtschaft als zentralen Partner.

Aber mit dem Bayerischen Integrationsgesetz machen wir auch klar: Wo keine Integrationsbereitschaft besteht, müssen Sanktionen greifen. Wir schaffen mit dem BayIntG Verpflichtungen und fordern ausdrücklich von allen Menschen, die hier leben, die Achtung unserer Rechts- und Werteordnung ein.

Investition in Integration

Die Bayerische Staatsregierung hat am 9. Oktober 2015 das mehrjährige Sonderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ beschlossen. Bayern gibt für die Integration von Flüchtlingen und Asylberechtigten jedes Jahr viele Millionen Euro aus – u. a. für Kindergärten, Schulen, Beratungsstellen und Orientierungsangebote. So sollen Zuwanderinnen und Zuwanderer bei der Integration bestmöglich unterstützt werden.

Erfahren Sie mehr über das Integrationsgesetz:

Am 1. Januar 2017 ist das Bayerische Integrationsgesetz in Kraft getreten. Es wurde am 13. Dezember 2016 im Gesetz- und Verordnungsblatt verkündet (GVBl. S. 335, BayRS 26-6-A).

Drei junge Männer unterschiedlicher Nationalität beim Ballsport. Sie umarmen sich jubelnd.
Es gibt viele Vereine in Bayern. Das erleichtert die Integration: Hier verbringen Menschen gemeinsam ihre Freizeit – z. B. mit Sport oder Musik. Manche engagieren sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Werte und Zusammenleben in Bayern

Dazu gehören in Bayern, das bedeutet auch, als Neuankömmling die bestehenden Regeln und Werte einzuhalten. Das Deutsche Grundgesetz und die Bayerische Verfassung schreiben Regeln für das demokratische und gleichberechtigte Zusammenleben fest. Auch alltägliche Umgangsformen wie z. B. das Händeschütteln als Grußform sind wichtig. Flüchtlinge und Asylberechtigte haben diese Regeln zu akzeptieren und danach zu leben. Wir möchten, dass Sie Eigeninitiative zeigen und Verantwortung für sich und andere übernehmen.

Gemeinsam in der Freizeit

Gemeinsame Freizeitaktivitäten erleichtern die Integration. In Deutschland spielt z. B. Sport eine große Rolle – Fußball, Radfahren, Wandern, Joggen, Tennis, Schwimmen, Reiten und viele weitere Sportarten kann man mit anderen zusammen betreiben. Häufig schließen sich die Menschen in Sportvereinen zusammen. Es gibt aber auch viele andere Arten von Vereinen. Sie bieten sehr gute Möglichkeiten zur Integration. Einen Verein erkennen Sie oft an der Bezeichnung „e. V.“ für eingetragener Verein.

EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE UNTERSCHIEDLICHEN ARTEN VON VEREINEN:

  • Sportvereine
  • Freiwillige Feuerwehr
  • bayerische Traditionsvereine, wie z. B. Schützen- oder Burschenvereine
  • Hobbyvereine wie Kegel- oder Kleingärtnervereine
  • Musik-, Gesangs-, Tanz- oder Theatervereine
  • Kulturvereine
  • Umwelt- und Naturschutzvereine
  • Selbsthilfevereine
  • soziale und humanitäre Vereine
  • Fördervereine, z. B. für Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Krankenhäuser

Selbstverantwortung und Sozialstaat

Deutschland ist ein Sozialstaat. Der Staat unterstützt seine Bürgerinnen und Bürger und sorgt für Chancengleichheit. Für Menschen in Notlagen sind verschiedene, grundsätzlich zeitlich begrenzte Leistungen vorgesehen, z. B. Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe. Finanziert werden sie aus den Steuerzahlungen aller im Land.

Das deutsche Sozialversicherungssystem funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip. Starke helfen Schwachen, Gesunde helfen Kranken. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat in erster Linie für sich selbst zu sorgen und muss alles dafür tun, um eigenständig ihren bzw. seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das gilt für die einheimische Bevölkerung genauso wie für Zuwanderinnen und Zuwanderer.

Junge Migrantin telefoniert mit einem Smartphone und berät Flüchtlinge.
Jeder kann helfen: Flüchtlinge und Asylberechtigte, die schon länger in Deutschland leben, können Neuankömmlinge z. B. bei Behördengängen begleiten.
Nahaufnahme: Hand eines jungen Migranten. Er macht Notizen in einem Kalender.
Viele junge Menschen arbeiten ehrenamtlich in Vereinen oder der Flüchtlingshilfe und fördern damit aktiv die Integration.

Ehrenamt: Engagement für die Gemeinschaft

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Bayern. Ehrenamt, das bedeutet, dass man für einen guten Zweck freiwillig und unentgeltlich arbeitet. Sehr viele Menschen sind ehrenamtlich aktiv – ob im Sportverein, in der Kinder- und Jugendhilfe, beim Umweltschutz oder der Flüchtlingshilfe. In Bayern engagieren sich rund 36 Prozent der Menschen über 14 Jahren ehrenamtlich, das sind über ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahren.

Flüchtlinge helfen Flüchtlingen

Auch viele Flüchtlinge und Asylberechtigte helfen ehrenamtlich und leisten damit einen großen Beitrag zur Integration. Der Bedarf ist enorm, z. B. beim Dolmetschen für Neuankömmlinge oder der Begleitung zu Behördengängen. Zuwanderinnen und Zuwanderer, die schon eine Zeit lang in Bayern leben, Deutsch sprechen und sich in ihrem Wohnort auskennen, können anderen den Start erleichtern. Welches Amt ist wofür zuständig? Wo ist der nächste Supermarkt? Was gehört zur Höflichkeit? Sie sind herzlich dazu eingeladen, Ihr Wissen mit Menschen zu teilen, die noch nicht so lange hier leben wie Sie selbst.

Wo kann ich helfen?

Erste Anlaufstelle, wenn Sie Asylsuchenden unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland helfen wollen, ist in der Regel die Verwaltung der Erstaufnahmeeinrichtung. Oder Sie fragen beim örtlichen Asyl-Helferkreis, bei Asyl- oder Migrationsberatungsstellen, bei Wohlfahrtsverbänden wie Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt, der Kirchengemeinde oder der Gemeinde nach, wo und wie Sie helfen können. So können Sie Hilfe zurückgeben und erhalten selbst neue Möglichkeiten, sich noch besser zu integrieren: in einem Sportverein, bei der Kinderbetreuung, Kranken- oder Altenpflege. Möglichkeiten gibt es viele. Bayern hilft – und freut sich über Ihre Mithilfe.